Was man über Potenzmittel wissen muss

Umgangssprachlich als Potenzmittel oder Erektionshilfen bezeichnet sind hierbei Wirkstoffe gemeint, die einer erektilen Dysfunktion entgegenwirken bzw. entgegenwirken sollen. Die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit variiert jedoch sehr stark, je nachdem ob man auf Pillen, Injektionen oder anderweitige Hilfsmittel zurückgreift.

Damit Sie sich im Dschungel aus Mittelchen und Versprechungen nicht verlaufen, haben wir hier die wichtigsten Informationen zum Thema für Sie zusammengetragen.

Potenz in Pillenform

Wenn man schnell und unkompliziert startklar sein möchte, sind Pillen das Mittel der Wahl. Neben dem altbekannten Platzhirsch Viagra existieren auch noch diverse Konkurrenzprodukte, am bekanntesten wohl Levitra, Spedra und Cialis. Wer eines dieser Mittel verwendet, der liegt schon einmal nicht komplett verkehrt und wird halbwegs auf seine Kosten kommen. Die Mittel haben jedoch natürlich ihre Eigenheiten und wirken bei jedem Menschen ein wenig anders. Potenzsteigerung ist eine Wissenschaft für sich und nicht jede Erektionshilfe kann für jeden Mann gleich gut funktionieren. Unser Tipp: Werfen Sie einen Blick auf unsere Infoseiten zu den Marktführern und probieren Sie danach Ihre beiden Favoriten aus:

Es gibt auch weniger bekannte Mittel und manch eines davon mag sehr gut sein, wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, dann sollte man eines der oben genannten Potenzmittel kaufen.

Aber eine Grundregel sollte man beim Kauf von Erektionshilfen immer beachten: Kaufen Sie nur in seriösen Shops Medikamente ein! Und meiden Sie unter allen Umständen die in Spam-Mails angepriesenen günstigen blauen Pillen. Dass Viagra draufsteht heißt noch lange nicht, dass auch welches drin ist. Wenn überhaupt ein Produkt bei Ihnen eintrifft, dann entspricht dies in keiner Weise den gesundheitlichen Richtlinien Deutschlands. Unvorhergesehene Komplikationen sind bei Billigprodukten zu erwarten und können extrem unschöne Ausmaße annehmen. Bei der Analyse von Stichproben dieser unseriösen Mittel wurden diverse extrem schädliche Stoffe gefunden. Von Pestiziden bis hin zu Blei war alles vertreten, was Rang und Namen hat.
Oft werden diese Produktfälschungen, die primär per SPAM beworben werden, von Leuten aus dem Drogenmileu hergestellt und vertrieben. Überlegen Sie sich gut, ob Sie wirklich ein Potenzmittel von jemandem kaufen wollen, der ansonsten Crystal Meth herstellt. Und das um ein paar Euro zu sparen? Nur der Kauf in einer seriösen Online-Apotheke kann Sie davor schützen.

Anderweitige Potenzmittel

Neben den klassischen Erektionshilfen in Pillenform gibt es noch weitere Methoden, deren Wirksamkeit entweder umstritten ist oder die im Alltag nicht gut anwendbar sind.

Ein gutes Beispiel für eine wirksame Methode zur Potenzsteigerung, die im Alltag nicht praktikabel ist, sind Injektionen. Es gibt eine Vielzahl an Wirkstoffen, die bei Injektion in den Schwellkörper eine sofortige Erektion hervorrufen, was rein vom Zeitfaktor her ein deutlicher Vorteil gegenüber Potenzmitteln in Pillenform ist. Die Anzahl der Leute die jedoch ernsthaft in Erwägung ziehen würden, sich selbst eine Spritze in derart sensible Regionen zu setzen, dürfte sich stark in Grenzen halten.
Eine weitere Empfehlung zu Potenzsteigerung ist das Beckenbodentraining. Und auch wenn sich derartiges Training positiv auf das Sexualleben auswirken kann, ist eine Wirksamkeit bei erektiler Dysfunktion nicht belegt. Was nachgewiesen ist, ist eine gesteigertes Orgasmuspotential bei der Frau sowie eine Vermeidung vorzeitiger Ejakulation des Mannes bei regelmäßigem Training. Ein Beckenbodentraining kann sich also sehr positiv auf die eigene Sexualität auswirken, echte Erfolge bei erektiler Dysfunktion sollte man aber nicht erwarten.

Es gibt diverse Mittel in Entwicklung, die als Salbe auf den Penis aufgetragen werden. Diese befinden sich jedoch noch in der Versuchsphase und sind für die Öffentlichkeit nicht erhältlich. Wenn Sie also über derartige Angebote stolpern sollten, ist die Wahrscheinlichkeit eines Betruges recht hoch. Es bleibt aber spannend abzuwarten, wie sich diese neuartigen Mittel in der Praxis schlagen werden, speziell weil auf diesem Wege deutlich schneller eine Erektion erreicht werden kann, da der Wirkstoff nicht erst im Magen verarbeitet werden muss.

Zuletzt wollen auf den Klassiker eingehen: Die Penispumpe. Was Sie nicht alles leisten können soll. Sie soll den Penis größer machen, bei Erektionsstörungen helfen und noch vieles mehr. Fast könnte man meinen, dass man hier die Erfindung des Jahrhunderts vor sich hat, wenn man sich das Werbematerial anschaut. Erstaunlicherweise kann eine solche Pumpe aber durchaus bei Erektionsstörungen helfen. Sie ist zwar weniger zuverlässig als die blauen Pillen, stellt aber eine halbwegs brauchbare Alternative für all diejenige dar, die aus gesundheitlichen Gründen keine entsprechenden Pillen zu sich nehmen dürfen. Wir wollen aber noch einmal betonen, dass es sich hier um die letzte Option in Spezialfällen handelt, im Normalfall sind die Pumpen zu umständlich und zu unzuverlässig. Zumal der für diese Methode nötige Cockring nicht unbedingt angenehm zu tragen ist.

Abschließend wollen wir eine weitere kuriose Methode erwähnen, von der deutlich abzuraten ist. Es kursiert immer noch das Gerücht, dass durch eine Massage mit der Hand Blut aus dem Beckenbereich in den Penis gepresst werden kann. Das ist nicht nur falsch, sondern kann zu ernsthaften Schäden führen, wenn es zu ausgiebig betrieben wird. Das Schwellkörpergewebe läuft Gefahr, überlastet zu werden und selbst irreparable Gefäßschäden sind nicht auszuschließen. Versuchen Sie auf keinen Fall, auf diese Weise zur Erektion zu kommen!